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Firmenprofil
 
In Kurzform

RAEcycle ist ein kollektives System für das EEAG-Management, das gemäß Gesetzeserlass 151/2005 in Form einer Aktiengenossenschaft ohne Erwerbszweck gegründet wurde.

RAEcycle ist Mitglied bei der EEAG-Koordinationsstelle, die ihm Rahmen des Ministerialerlasses 185/2007 ins Leben gerufen wurde, und ist ordnungsgemäß im Herstellerregister in der Untersektion für kollektive Finanzierungssysteme für EEAG-Management unter der Nummer IT07121000008 eingetragen.
 
Bei RAEcycle handelt es sich um eine Genossenschaft, die flächendeckend in Italien arbeitet und in der Lage ist, jegliche Art von EEAG, seien es nun private Abfälle (B2C) oder gewerbliche Abfälle (B2B), direkt und integriert abzuwickeln. Dazu wird ein einfacher und transparenter Servicevertrag angeboten, der auf dem Modell "Pay per Use" basiert.
Über 400 Unternehmen, von kleinen, regional vertretenden Hi-tech-Herstellern bis zu den großen Multinationalen aus den Bereichen Elektronik und Informatik haben sich im Rahmen ihrer umweltfreundlichen Firmenpolitik für RAEcycle als Sammelsystem zur Entsorgung ihrer EEAG entschieden.
 
Geschichte
 
RAEcycle entstand im Rahmen eines Projekts, das ursprünglich 2004 von einem führenden Unternehmen im Bereich der Information Technology und der Consumer Electronics erarbeitet worden war, um den Anforderungen der europäischen Richtlinie 2002/96/EU (WEEE-Richtlinie) gerecht zu werden, die im Anschluss mit dem Gesetzeserlass Nr. 151 vom 25. Juli 2005 in der italienischen Rechtsordnung umgesetzt wurde. Laut besagter Richtlinie sind Hersteller, Vertreiber und Importeur diejenigen Akteure, die Abfall erzeugen, und daher gehen die Verantwortung und die Kosten für die Abfälle an deren Lebensende zu ihren Lasten.
Besagte Richtlinie erlegt den Herstellern die Einrichtung, das Management und die Finanzierung von Abfallsammlung und -entsorgung elektrischer und elektronischer Altgeräte (EEAG) unter Beachtung aller geltenden Umweltschutzrichtlinien auf.
Jenes ursprüngliche Projekt wurde im Anschluss ausgedehnt und weiterentwickelt, und so entstand 2006 das Sammelsystem RAEcycle, das zu dem Zweck ins Leben gerufen wurde, die Hersteller bei der Einhaltung der neuen Verpflichtungen im Rahmen des Umweltschutzes zu unterstützen. Heute steht das System für das verantwortungsvolle Engagement verschiedenster fähiger Hersteller/Importeure/Vertreiber, die RAEcycle mit dem kollektiven Transportmanagement, Weiterverwertung, Behandlung, Rückgewinnung, Recycling und Entsorgung ihrer Altgeräte (EEAG) an deren Lebensende beauftragt haben. Dies begann am 1. September 2007, d.h. an dem Tag, an dem die entsprechende Durchführungsverordnung (Ministerialerlass 185/2007) das effektive Inkrafttreten der im Gesetzeserlass 151/2005 vorgesehenen Verpflichtungen abgesegnet hat.
Ziel von RAEcycle ist es, ein effizientes und wirksames, integriertes EEAG-Management zum Schutz der Umwelt und im Interesse der Verbraucher und der Hersteller zu einem möglichst günstigen Preis zu gewährleisten. Besagter Preis soll sich nicht nur auf die rein finanziellen Kosten beziehen, sondern auch und vor allem auf die Umweltverträglichkeit insgesamt.
 
RAEcycle sieht sich daher als Bezugspunkt für die Anwendung der EEAG-Richtlinie und gewährleistet für die an das Sammelsystem angeschlossenen Firmen (angeschlossene Akteure) die ordnungsgemäße Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtungen hinsichtlich der Vorgehensweisen bei Abfuhr, Transport, Recycling und Entsorgung von Altgeräten, die Optimierung der dafür freigestellten, finanziellen Resourcen, die administrative Verwaltung des Ökobeitrags und die Sensibilisierung der öffentlichen Meinung im Hinblick auf die Funktionsweise des Systems und insbesondere auf den Umweltschutz. 
Mission

Die ständig wachsenden Produktionszahlen von elektrischen und elektronischen Geräten EEG und die konstante Reduzierung des durchschnittlichen Lebensdauer des Produkts haben europaweit zu einem fast dreifachen Anstieg von Elektrik- und Elektronik-Altgeräten EEAG im Vergleich zum durchschnittlichen Abfallfluss geführt.
Um sich über das Ausmaß eines derartigen Einflusses auf die Umwelt klar zu werden, braucht man sich nur zu vergegenwärtigen, dass 2007 in Italien etwa eine Million Tonnen EEG auf den Markt geworfen wurden.
 
Bis zur Einführung der europäischen Richtlinie (WEEE-Richtlinie (Waste of Electric and Electronic Equipments) und der Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräte wurde Technikmüll nicht systematisch verwertet, entsorgt oder wieder verwendet. Dies führte dazu, dass dieser Müll zu oft in Mülldeponien endete, was schwerwiegende Auswirkungen für die Sicherheit der Umwelt und die Gesundheit der Bürger nach sich zog.
RAEcycle hat sich zum Ziel gesetzt, ein Prinzip der vertretbaren und umweltgerechten Entwicklung im EEG-Bereich zu fördern, um eine ordnungsgemäße und wirksame Entsorgung der Produkte an deren Lebensende zu gewährleisten und sich dabei die besten, derzeit auf dem Markt befindlichen Technologien zunutze zu machen.
 
Unter diesem Gesichtspunkt arbeiten wir und sichern im Auftrag der angeschlossenen Unternehmen Folgendes zu:
•    Abfuhr (sofern vorgesehen), Transport, Recycling und Entsorgung von elektrischen und elektronischen Altgeräten (EEG) an deren Lebensende
•    Administrative Verwaltung des Ökobeitrags
•    Kommunikation und Sensibilisierung der öffentlichen Meinung
•    Forschung und Entwicklung innovativer und umweltverträglicher Recycling- und Entsorgungsverfahren in Zusammenarbeit mit den Forschungszentren der Universitäten;
•    Errichtung von Werken zur umweltfreundlichen EEAG-Entsorgung mit dem Ziel, den maximal möglichen Prozentsatz von Rohstoffen wiederzugewinnen und zu recyceln.

Stärken

Bereits beim Namen RAEcycle fängt im Gegensatz zu anderen Sammelsystemen die Besonderheit an, da man sich nicht die, wenn auch umweltverträgliche, Entsorgung zum Ziel gesetzt hat, sondern ein Verfahren, mit dem ein Höchstmaß an recyceltem Material vor dem Ende der EEAG-Behandlung gewährleistet werden kann, wie es auch im Rahmen der Weiterentwicklung der europäischen EAG-Richtlinie vorgesehen ist, die für Ende 2008 erwartet wird. Die Entsorgung an für sich muss sich auf einen möglichst geringen Prozentsatz von behandelten, in keiner Weise wieder verwertbaren Produkten beziehen, um den Einfluss von EEAG auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten.
Im Vergleich zu den anderen, kollektiven EEAG-Managementsystemen ist RAEcycle daher in einigen Punkten einzigartig und kann einige bedeutende Vorzüge vorweisen.
In primis bietet die juristische Form einer Aktiengenossenschaft (anstelle einer einfachen Genossenschaft) den angeschlossenen Unternehmen die Möglichkeit, kein finanzielles Risiko wegen zu ergänzender Genossenschaftsfonds und Jahresbeiträgen einzugehen, die für den Unterhalt der Genossenschaft bzw. für die Berücksichtigung von Verlusten bestimmt sind.
Das erforderliche Kapital wurde investiert und wird auch weiterhin von den Aktionären, nicht jedoch von den angeschlossenen Unternehmen investiert, die hingegen nur zu den reinen, von diesen erzeugten Kosten für die EEAG-Behandlung beitragen, die sich in Euro/kg ausdrücken.
Die Unterhaltskosten für das Sammelsystem werden von dem sekundären Rohstoff amortisiert, die wiedergewonnen und an Fachbetriebe weiterverkauft werden: Hierauf gründet sich die größere Wettbewerbsfähigkeit von RAEcycle im Vergleich zu anderen Sammelsystemen, die im Gegensatz zu RAEcycle nicht über betriebseigene Werke verfügen, sondern gezwungen sind, das effektive EEAG-Management an Dritte weiter zu vergeben!
Es ist daher kein Zufall, dass RAEcycle das einzige Sammelsystem ist, das eine Annäherung an die EEAG-Problematik im Rahmen einer kommerziellen und industriellen Logik vorsieht. Denn in der Satzung ist die Möglichkeit vorgesehen, weitere Anlagen für die EEAG-Behandlung zu bauen oder zu kaufen sowie Verfahren und Patente für die Behandlung derselben zu entwickeln. Die Satzung von RAEcycle sieht zu diesem Zweck auch ein wissenschaftliches Komitee und eine bereits in die Wege geleitete, kontinuierliche Zusammenarbeit mit Forschungszentren von Universitäten vor.
Alle anderen Sammelsysteme und Genossenschaften, die derzeit auf dem Markt vertreten sind, qualifizieren sich vom technischen Gesichtspunkt aus hingegen als reine „Abfall-Vermittler“.
 
Über das Vorgenannte hinaus garantiert RAEcycle allen angeschlossenen Unternehmen:
•    Präventive Information und Beratung zu den gesetzlich vorgesehenen Verpflichtungen
•    Abfuhr, Transport, Recycling und Behandlung von EEAG unter Einsatz der besten, derzeit auf dem Markt verfügbaren Technologien
•    Administrative Verwaltung
•    Kommunikation und Sensibilisierung der öffentlichen Meinung
•    Aktuelle Info zu den Richtlinien und andere Infodienste durch konstanten Dialog mit den angeschlossenen Unternehmen
 
Organigramm
 
Generaldirektor:
Herr Piervittorio Trebucchi

Verwaltungsrat:
Präsident:  Dr. Giuseppe Ziliani
Vizepräsident: Ing. Emmanouil Volakakis
Verwaltungsratmitglied: Herr Edoardo Brianzi
 
Aufsichtsrat:
Präsident: Dott. Maurizio Bacchiega
effektives Aufsichtsratmitglied: Dott. Stefano Righettini
effektives Aufsichtsratmitglied: Dott. Aldo Massimo Rossi
stellvertretendes Aufsichtsratmitglied: Dott. Alessandro Malerba
stellvertretendes Aufsichtsratmitglied: Dott. Roberto Zola
 
Technisch-wissenschaftliches Komitee
Prof. Ing. Diego d' Urso
Prof. Ing. Lucio Compagno
Ing. Oriana Recca

 




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